1. Januar 2026

Ein neues Jahr beginnt. Neue Erlebnisse, neue Geschichten.

Die Neujahrsnacht hier draußen ist wunderbar, sternenklar, der Mond – nicht ganz voll – beleuchtet den Weg. Die Stirnlampe hätte ich nicht gebraucht. Ich ziehe eine frische Spur in den hohen Schnee. Trotz einer Anhöhe finde ich eine gute Stelle im Windschatten, dort passt das Zelt gut hin. Das Aufbauen muss schnell gehen, sonst werden die Hände zu unbeweglich. Und dann ist es im Zelt tatsächlich weniger kalt. Isomatte, ein Schaffell, der Schlafsack mit der Wärmflasche am Fußende und eine Wolldecke darüber geben eine gute Isolation. Der Thermobehälter spendiert eine kleine Nachtmahlzeit.

Fünf vor zwölf bis viertel eins: Harstad böllert, was das Zeug hält, selbst hier oben ist es nicht zu überhören – ein Dauergeräusch. Ob sich die Rentiere „fürchten“ ? Dann wird es schnell ruhig.

Mit kleinen Unterbrechungen schlafe ich – gut gewärmt – sechseinhalb Stunden, hatte ich „unten“ schon länger nicht mehr. Fazit: man kann also tatsächlich auch auf dem Schnee ganz gut zelten.

Am Morgen merke ich, dass der Mond tiefer steht. Im Osten ist ein Tagesschimmer sichtbar, er verleiht der Bergreihe eine deutliche Silhouette. Am Mittag sehe ich, Luna geht gerade gar nicht unter, wird nur noch ein wenig voller. Und selbst um halb zwei gibt es noch Tageslicht, wie das zweite Foto vor der Kirche beweist. 🙂

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