Nachdem wir heute Mittag in einem Weihnachtsgottesdienst in der Kanebogen kirke musikalisch zu Wiederholungstäter:innen geworden waren, sind auch wir in den Genuss des obligatorischen norwegischen Kirchenkaffees gekommen. Vanilleeis, Kokosmakronen, Plätzchen, Kaffee und ein rotes, klares Getränk (was verdächtig nach Julebrus aussah) wurden aufgetischt, wobei wir um letzteres einen kleinen Bogen machten.
Auch viele kleine Bögen gab es in der vermutlich sehr schönen Küstenstraße, die wir anschließend gefahren sind, um zum Weihnachtsessen zu kommen. (Überleitung können wir guuuut!) Die Entfernung, ungefähr 15 km Luftlinie, ließ sich norwegisch ganz bequem von der Insel runter, über eine große Brücke, an der nächsten Halbinsel über besagte Küstenstraße entlang in nur 40 Minuten und 37 km Fahrtstrecke überwinden. Sehr gerne würden wir dort nochmal im Hellen fahren.
Ein guter Kollege von Chr hatte uns sehr herzlich eingeladen und sich vorbildlichst auf all unsere Essgewohnheiten vorbereitet. Wir haben uns sehr willkommen gefühlt und unser Gastgeber war ganz begeistert, all unsere Namen zuordnen zu können, vor allem die mit den Attributen. Es gab viele verschiedene Fleischsorten, Braten, Würste, sogar eigenes Wildschaf, Tofu, verschiedene Salate, verschiedenes warmes Gemüse, kaltes Gemüse, Kartoffeln, Sprudelwasser (Sekt), Wein, Cola und Dessert – Obstsalat und Eis – aus Suppentellern, damit auch die richtige Portionsgröße möglich wird. Es war eine lustige Runde, sogar mit einem tanzenden, weihnachtsliedersingenden Teddybären. Unser Gastgeber erzählte Geschichten seiner vielen Deutschlandreisen, die er scheinbar häufig unternahm, um dort Autos zu kaufen. Besonders wegen der vielen Fahrten sei er „in Deutschland sehr bekannt“. Und auch wir hatten den Eindruck, dass er sich mindestens geografisch an einigen Stellen besser auskennt als wir.
Schon vor ein paar Tagen hatten wir den Tischkicker, die Tischtennisplatte und den Billardtisch der Harstad Kirke entdeckt. Heute nach dem ausgiebigen Essen haben wir es endlich geschafft, uns für mehrere Stunden damit zu „quälen“ um später einen gemütlichen Abend mit Wilddruden und Rumpelwichten auf dem Sofa zu verbringen.
(GdÄ, Phi)
