11. – 24. April 2026

11. – 24. April 2026

… oder eben 42. – 55. März, denn die Wetterlagen bringen eine gewisse Rückfälligkeit mit sich: der Morgen zeigt sich mit einer frischen Schneedecke. Ich nehme wieder die dickeren Handschuhe und die Mütze aus dem Schrank.

Meine Versuche, in den musikalischen Feldern etwas zu bewegen, treffen oft auf taube Ohren. Es gibt keine Antworten. Ein gelegentliches, schwaches Versprechen, sich um etwas zu kümmern, wird eigentlich nicht eingelöst. Von dieser Art Gleichgültigkeit und Tatenlosigkeit bin ich doch überrascht.

So bleiben unbeantwortete Fragen bei mir und zugleich im Bereich der realen Wirklichkeit nicht lösbar. Wie sollte es sich gar mit Fragen und Überlegungen aus dem nicht fassbaren Bereich, welche auch der Musik eigen sind, gestalten?

Vieles scheint wie ein leerer Raum zu sein. Ein Raum, der schon einmal begangen und genutzt wurde. Dann – für mich gefühlt – achtlos verlassen. Die Nebenräume der Kirchen sind oft eigentlich schöne Räume. Aber man ging fort, die Stühle verquer, die Tische tragen die Spuren der vorigen Kaffeetassen und Kuchenkrümel, das Licht blieb an – Strom ist hier fast wie geschenkt, die Vorhänge irgendwie „auf halb“. Die Bilder berühren meine Erinnerungen, die etwa vierzig Jahre zurückliegen: Hinterräume von Klubhäusern und Probebühnen. Solches traf ich im Arthur-Becker-Klubhaus, dann in Eggesin, später im Eislebener Theater an. – Leere, trostlose Räume, die mich schmerzen. Warum? Da war Leben, und es kommt auch wieder dort hin. In dem Moment aber, in dem ich diesen Raum erreiche, ist dort die Verlassenheit. – Ich ertrage es nicht. Ich sortiere ein wenig die Stühle, hole Tischlappen, Schaufel und Besen aus der Küche und gebe den Sonnenstrahlen die Chance, den Raum zu durchfluten; dafür unterbreche ich den Stromkreis.

Ein schwaches Licht kurz vor Ostern, meinem Tun eine neuerliche Wendung geben zu können, wurde durch eine weitere Enttäuschung in einer ungeahnt langen und offenbar nicht endlichen Reihe gelöscht.

Es scheint keinen völlig leeren Raum zu geben. Im materiellen Sinne. Nehmen wir – selbst im dialektischen Verständnis – an, auch das Nicht-Materielle kann in einem Raum mehr oder weniger dicht vorhanden sein, dann würde mich interessieren, ob es hinsichtlich der Dichte dieser beiden – also des Materiellen und des Materiell-Nicht-Fassbaren – eine Abhängigkeit oder Wechselwirkung gibt. – Es fühlt sich für mich etwas so an, als stürze in „leere“ Räume eine Unmenge dieses Materiell-Nicht-Fassbaren und wird somit im zweiten oder anderen Sinne nicht „fassbar“.

Ich begebe mich auf die Suche nach neuen Kraftquellen und werde diesen Raum hier vermutlich erst dann wieder nutzen, wenn es deutliche Veränderungen gibt. – Wer etwas wissen möchte, kann gerne schreiben. – Gott befohlen.

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